Von rollendem Käse, eisigen Bädern und Matschkönigen – die verrücktesten Feste der Welt!

Sie dachten, Tomatenschlachten in Spanien, Gummistiefelweitwurf in Ostfriesland oder Baumstammwerfen in Schottland sind verrückt? Dann haben Sie noch nie etwas vom „Boryeong-Matschfestival“ in Südkorea, von „Hadaka Matsuri“ in Japan oder vom „Cooper’s Hill Cheese Rolling“ in England gehört! Das sind die verrücktesten Feste der Welt:

Like a rolling… cheese!

Achtung, Käse mit Geschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometern im Anmarsch! Jedes Jahr im Mai trifft man sich in der südenglischen Grafschaft Gloucestershire vier Tage lang zum „Cheese-Rolling“ (http://www.cheese-rolling.co.uk/index1.htm) am Cooper’s Hill. Dabei zählt der Zeremonienmeister den Countdown herunter, schleudert den Käselaib auf null vom Hang hinab – und hunderte Teilnehmer stürzen ihm todesmutig hinterher. Leider ist der Hang so steil und unwegsam, dass die meisten Teilnehmer schnell selbst wie der Käse ins Rollen kommen. Ziel ist es eigentlich, den Laib vor der weißen Linie im Tal einzuholen – das schafft aber meist niemand. Schon seit der Römerzeit wird dieser bizarre Spaß angeblich praktiziert – die spinnen halt, die Römer – oder die Engländer?!

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Die nackte Wahrheit

Einmal im Jahr lassen die eigentlich eher zurückhaltenden Japaner die Hosen runter – und das wortwörtlich. Mitten im Winter feiert man landesweit „Hadaka Matsuri“, das Fest der Nackten, bei dem die ausnahmslos männlichen Teilnehmer nur mit einem traditionellen Lendenschurz, dem Fundoshi, bekleidet sind. Höhepunkt ist meist der Sprung eines jeden in einen mit Eiswasser gefüllten Wasserbottich oder das Bad in einem See, Teich oder Fluss. Am spektakulärsten wird das Hadaka Matsuri in Okayama begangen – nach dem gemeinschaftlichen Bad im eiskalten Fluss begeben sich die Männer in die Haupthalle des Tempels. Um Mitternacht löscht man alle Lichter, ein ausschließlich von (angezogenen) Frauen besetztes Trommelorchester heizt die Stimmung an und Glücksbringer – eigentlich simple Bündel aus Holzstäben – werden in die Menge geworfen. Ein wilder Kampf beginnt, bei dem es nicht selten Verletzte und sogar Tote gibt.

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Die haben ja wohl Matsch am Paddel…

Ostasien scheint eine Hochburg der verrückten Feste zu sein: Mit dem „Boryeong-Matschfestival“ kann Südkorea locker gegen Japans „Hadaka Matsuri“ mithalten. Seit 1998 pilgern Jahr für Jahr im Juli zigtausende Besucher in die Küstenstadt Boryeong, um sich mal so richtig im Matsch zu wälzen. Matsch-Massagen, Schlammcatchen, Schlammgleiten – in dem tonnenweise aufgeschütteten Heilschlamm vom Dacheon-Strand werden auch die schmutzigsten Fantasien wahr. Highlight des Festivals ist die jährliche Kür des Matschkönigs. Übrigens: Die graugrüne Pampe ist sogar wirklich gesund – 2001 wurde der Heilschlamm mit dem ISO 9002-Zertifikat für natürliche Qualität ausgezeichnet.

Verrückter geht immer

Ob Bananenstammrennen beim „Tapati-Festival“ auf den Osterinseln, Luftgitarrenweltmeisterschaft in Finnland oder das mittlerweile auf der ganzen Welt gefeierte, knallbunte Holi-Festival – verrückter geht immer! Mehr zu dem skurrilen Spaß lesen Sie zum Beispiel auch beim Reiseportal von Expedia.