Prag: die Moldau-Metropole lockt mit vielen Sehenswürdigkeiten

Städtereisen stehen hoch im Kurs, doch nicht immer müssen es die typischen Reiseziele wie London oder Paris sein. Richtet man den Blick etwa auf Osteuropa, so findet sich dort die eine oder andere Metropole, die einer Reise durchaus wert ist. Prag zum Beispiel ist so eine Stadt, die einen kurzweiligen Aufenthalt verspricht. Die über eine Million Einwohner zählende tschechische Hauptstadt präsentiert sich dem Besucher einerseits als aufregend und modern; doch die geschichtsträchtige Moldau-Metropole kann auch mit vielen historischen Bauwerken und wertvollen Kulturschätzen aufwarten.

640px-Prague

Den Veitsdom sollten Prag-Touristen auf jeden Fall auf ihrem Besichtigungsplan stehen haben. Die gotische Kathedrale befindet sich auf der Prager Burg und deren Erbauung begann zwar bereits im 10. Jahrhundert, dauerte dann aber noch mehrere Jahrhunderte. Der Veitsdom beeindruckt mit seinen Ausmaßen: während das Hauptschiff 124 Meter lang ist, beträgt die Höhe innen rund 33 Meter und die des Hauptturms ganze 99 Meter, aber auch mit seiner prachtvollen Ausstattung. In diesem Gotteshaus befinden sich die letzten Ruhestätten mehrerer Kaiser sowie böhmischer Könige. Sehenswert ist natürlich auch die Prager Burg an sich, auf deren Gelände der Dom steht. Diese wurde im 9. Jahrhundert gegründet, hat aber im Laufe der darauffolgenden Jahrhunderte ihr Aussehen stark verändert. Heute fungiert die Burg als Sitz des tschechischen Staatsoberhaupts. Zu Prags Touristenattraktion zählt ferner die Karlsbrücke, welche gleichzeitig die älteste Moldau-Brücke ist. Einst durchschritten sie die Könige auf ihrem Weg zur Krönung. Auf der einen Seite der Karlsbrücke liegt die Altstadt mit ihren wunderschönen alten Häusern, verschlungenen Gassen und vielen Kulturdenkmälern. Besonders erwähnenswert sind das aus dem 14. Jahrhundert stammende Collegium Carolinum, die St.-Gallus-Kirche aus dem 13. Jahrhundert oder die europaweit älteste erhaltene Synagoge in der Josefstadt.

Auf der anderen Seite der Karlsbrücke liegt die sogenannte Kleinseite. Dieses Stadtteil war 360px-Prague_2006-11_029bis Ende des 18. Jahrhunderts eine eigenständige Stadt und die prunkvollen Bauten zeugen davon, dass hier einst die Aristokratie zu Hause war. Bauwerke wie das Palais Lobkowitz, in welchem heute die deutsche Botschaft untergebracht ist, spiegeln die alte Pracht wider. Dies trifft aber auch auf das im Renaissance-Stil erbaute Palais Vrtba zu. Weitere sehenswerte Objekte sind etwa der Prager Bischofshof, das Sächsische Haus, welches früher von den sächsischen Herzögen als Prager Residenz genutzt wurde oder die barocke St.-Nikolaus-Kirche. Der Besuch in Prag kann zu einem echten Kunsterlebnis werden, verfügt doch die tschechische Metropole über sehr viele Museen. Eine sehr gute Adresse diesbezüglich ist die Nationalgalerie, welche sowohl in- als auch ausländische Werke der Malerei, der Bildhauerei und der Grafik anzubieten hat. Und dass auch Nachtschwärmer in Prag auf ihre Kosten kommen, dafür sorgen zahlreiche Kneipen sowie diverse Discos und Musikclubs.